Die Ermittlung der Media Control Charts
Media Control ermittelt für die Charts die Verkäufe von ca. 3000 Verkaufsstellen (darunter z.B. MediaMarkt und Amazon.de). Über das gemeinsame Bestellsystem „PhonoNet“, das direkt mit den Kassensystemen der Verkaufsstellen verbunden ist, ergeben sich die Verkaufszahlen.
Die Albumcharts werden ausschließlich über die physischen Verkäufe ermittelt. Das heißt, es werden nur die CDs gezählt, die in Läden gekauft werden. Ein Download-Album (z.B. über iTunes oder Musicload gekauft) hat also keinerlei Einfluss auf die Charts.
Eine Besonderheit der Albumcharts ist, dass sie über den Umsatz und nicht über die Anzahl der verkauften CDs ermittelt werden. So hat ein Album, von dem eine teurere Premium-Version veröffentlicht wird, bessere Chancen in den Charts höher zu stehen, als ein Album von dem es lediglich eine Standardversion gibt.
Einige Künstler veröffentlichen inzwischen Fan-Editionen, die z.B. Bonus-Discs oder Fanartikel beinhalten. So wird dem Fan ein Anreiz geboten, für das Album „seines“ Künstlers etwas tiefer in die Tasche zu greifen und gleichzeitig ein Sammlerstück zu besitzen.
Die Singlecharts werden dagegen über die verkaufte Stückzahl gewertet. Hierbei werden alle Verkäufe gewertet, einschließlich der Downloads.
Physische Singles und Downloads werden dabei gegeneinander aufgerechnet, so dass es für die Charts keinen relevanten Unterschied macht, ob man eine CD gekauft oder die Single runtergeladen hat. Allerdings wird bei den Downloads nur der Singletrack gewertet, Remixe oder B-Seiten zählen nicht für die Charts.
Downloads werden einmal pro registrierte E-Mail-Adresse gewertet. Lädt man sich also mehrmals die gleiche Single, hat das keine Auswirkungen auf die Charts. Der Download einer Single wird auch dann nicht gewertet, wenn man zuerst ein komplettes Album und anschließend die Single einzeln runterlädt.
Vorbestellungen für Alben und Singles zählen zu den Verkäufen für den Veröffentlichungstag.